Der Umfang der Zeit, die wir in unserem Bett verbringen, sollte auch Grund für einen Plan sein, wie die Hygiene und Frische im Bett hergestellt und erhalten werden kann. Selbst Experten sind sich hier nicht einig.
Unsere Meinung zu dem Thema: es kommt darauf an.
Und zwar auf
- die Dauer
- die Häufigkeit der Nutzung
- die Art der Nutzung
- die Qualität der Bestandteile des Bettsystems
Die Gegenspieler der Betthygiene
Angenommen, das Bett wird für den nächtlichen Schlaf genutzt, nur dafür und nur von einer Person. Die Betthygiene würde dennoch beeinträchtigt.
Durch Hautschuppen, die jeder Mensch auch im Schlaf verliert.
Die sind nicht unbedingt sichtbar, aber sie sind da.
Dazu gesellen sich bis zu einem halben Liter Schweiss, Haare und Hautfette, die der Bettwäsche zusetzen. Bei einem regelmäßigem Wechsel der Bettwäsche ist das alles unbedenklich.
Wird die Reinigung oder der Wechsel der Bettwäsche aber vernachlässigt, fördert das die Vermehrung von Hausstaub und damit auch der Milben.
Das ist nicht schön, erst recht nicht für Allergiker.
Hausstaub besteht nun mal auch aus menschlichen Haaren und Hautschuppen sowie aus Fasern der Kleidung und Schuhen. Auch Partikel von außen finden den Weg in die Wohnung, etwa Pollen, Ruß oder gar Reifenabrieb.
Hausstaub ist an sich nicht kritisch, auch nicht in der Bettwäsche.
Erst die Hausstaubmilben sind als als Problem anzusehen, bzw. deren Ausscheidungen. Diese sind als Ursache allergischer Erkrankungen anzusehen.
Sie ernähren sich von den organischen Bestandteilen im Staub und finden so im Bett ideale Lebensbedingungen: Nahrung im Überfluß, Wärme und Feuchtigkeit.
Die Ausscheidungen zerfallen in feinste Partikel, die allergene Stoffe enthalten. Unter anderem bestimmte Verdauungsenzyme der Milben. Werden die eingeatmet, können typische allergische Reaktionen auftreten: juckende oder tränende Augen, eine verstopfte Nase oder Husten. Im schlimmsten Fall kann sich daraus eine chronische Hausstaubmilbenallergie entwickeln, die bis zu einer kritischen Atemnot oder auch zu Asthma führen kann.
Wie beseitigt man Hausstaubmilben?
Aber leider gilt auch, dass sich Milben nicht vollständig beseitigen lassen. Mit einem gepflegten und hygienischen Bettsystem lassen sie sich aber soweit reduzieren, dass kein Gesundheitsrisiko von ihnen ausgeht.
Auch häufiges Waschen der Bettwäsche wird also kein milbenfreies Bett gewährleisten.
Hier kann ein häufigerer Wechsel der Bettwäsche hilfreich sein und die sorgfältige Auswahl der Textillien.
Empfohlen werden Bettbezüge aus Baumwolle oder Leinen. Die dichte Webart macht es den Milben schwerer, sich dort einzunisten. Zusätzlich gibt es spezielle Allergikerbettwäsche mit besonders feiner Struktur, die eine Barriere gegen die Tiere darstellt. Diese werden unter der Bezeichnung Encasings im Handel angeboten.
Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Hausstaubmilben nicht nur im Bett leben. Auch andere Textilien, Teppiche und Vorhänge bieten ihnen Lebensraum. Wer die Belastung reduzieren möchte, sollte daher auf unnötige Stoffe im Schlafraum verzichten.
Bakterien und Pilze sind meist kein Problem.
Hinsichtlich weiterer hygienischer Risiken geben Experten Entwarnung. Unter normalen Bedingungen stellen weder Bakterien noch Pilze in der Bettwäsche ein relevantes Problem dar. Bakterien vermehrten sich im Bett nicht aktiv, sondern können höchstens durch den Menschen selbst eingetragen werden , z-B. Nach einer Erkrankung.
Problematisch könne dies vor allem für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko sein, etwa bei offenen Wunden, frischen Operationsnarben, Geschwüren oder liegenden Kathetern. In solchen Fällen könne kontaminierte Bettwäsche eine Quelle für eine erneute Besiedlung darstellen.
Auch Pilze spielten im privaten Umfeld kaum eine Rolle.
„Pilze entstehen geschlossenen Räumen vor allem bei Feuchtigkeit, nicht in trockener Bettwäsche“.
Der Umgang mit Matratze und Bettwäsche sollte daher immer auch diesem Ziel untergeordnet sein. Hilfreich ist hier ein entsprechender Matratzenschutz.
Wie oft ist ein Wechsel sinnvoll?
Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht. Die Häufigkeit des Bettwäschewechsels hängt von individuellen Faktoren ab. Menschen mit einer Hausstauballergie können davon profitieren, ihre Bettwäsche ein- bis zweimal pro Woche zu wechseln.
Auch Nachtwäsche sollte dabei berücksichtigt und gewaschen werden.
Weitere hygienische Risiken
sind eher zu vernachlässigen. Unter normalen Bedingungen stellten weder Bakterien noch Pilze in der Bettwäsche ein relevantes Problem dar. Bakterien vermehren sich im Bett nicht aktiv, sondern könnten höchstens durch den Menschen selbst eingetragen werden – etwa im Krankheitsfall.
Auch Pilze spielten in dem Umfeld kaum eine Rolle. „Pilze entstehen in Wohnungen vor allem bei Feuchtigkeit, nicht in trockener Bettwäsche“.
Damit ist dann auch gleich ein Schwerpunkt für den Umgang mit Matratze und Bettwäsche genannt. Die Vermeidung von Feuchtigkeit. Moderne Schaummatratzen sind dafür mit speziellen Kanälen ausgerüstet und besitzen oft auch entsprechende feuchtigkeitsregulierende Bezüge.
Wie oft ist ein Wechsel der Bettwäsche notwendig?
Für Menschen ohne Allergie genügt in der Regel ein Wechsel alle 14 Tage. Aus gesundheitlicher Sicht sind auch längere Abstände meist unbedenklich. Letztlich spielten persönliche Hygienebedürfnisse eine entscheidende Rolle.
Für wen häufigeres Waschen nötig ist
Anders sieht es bei Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko aus. Für sie ist ein zweiwöchiger Wechsel zu selten. In diesen Fällen wird ein wöchentlicher Wechsel der Bettwäsche empfohlen.





